Mein Beweggrund für das, was ich tue

Veröffentlicht von am Jun 17, 2016 in Coaching
Mein Beweggrund für das, was ich tue

Es ist ein wunderbares Gefühl, an den meisten Tagen des Jahres gerne aufzustehen und mich auf meine Arbeit zu freuen. Und wie ich finde: alles andere als selbstverständlich. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit.

 

Ich mag das, was ich tue – Training und Coaching genauso wie Kalligraphie. Zudem habe ich das Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Es macht mir Spaß, Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten, meine Erfahrungen und mein Wissen sowie das, was ich selbst als hilfreich erfahren habe weiter zu geben. Ein Lächeln auf dem Gesicht meines Gegenübers, oder ein erleichterter Seufzer, weil mein/e KlientIn einen Schritt weiter ist und etwas in ihrem/seinem Leben wieder leichter geht.

 

Am Ende meines Studiums zur Kommunikations-Designerin im März 1996 war nicht wirklich daran zu denken, wohin mich mein beruflicher Weg einmal führen würde.

 

Toller Start

Bereits im April 1996 hatte ich einen Vertrag als Trainee unterschrieben bei meinem ersten Arbeitgeber. Endlich konnte ich einmal hinter die Kulissen eines Unternehmens blicken, ein bisschen besser verstehen, wie die „Welt“ funktioniert und Neues lernen – viel Neues.

Von Anfang an ging ich auf in meiner Aufgabe und im Berufsleben. Überstunden wurden von mir als Trainee nicht nur erwartet, sie machten mir sogar richtig Spaß! Die 18 Monate Trainee-Programm vergingen wie im Flug, und ehe ich mich versah, war ich übernommen in Festanstellung als PR-Referentin.
Voller Ehrgeiz, meine Sache besonders gut zu machen und voller Freude am Tun verschrieb ich mir die Überstunden nun selbst – erst recht, als ich später, gemeinsam mit meinem Kollegen, die Leitung der Abteilung übertragen bekam. Dank meines Single-Dasein bekam ich auch zu Hause keinen Ärger, wenn es mal 21 Uhr oder später wurde. Alles bestens, dachte ich damals …

 

… bis die Misere ihren Lauf nahm.

 

Überstunden und Überengagement führten zur Überforderung. Das konnte gar nicht sein! „Schließlich bin ich gut in meinem Job und eine Powerfrau noch dazu“. Also was sollte dieses Gefühl von Überforderung, dieser Ruf nach einer Pause. Das passte weder zu mir noch zu meinem Leben. Also, Kopf hoch, Rücken gerade und weiter … und weiter … und weiter. Und was sollten mir diese ach so gut gemeinten Ratschläge guter Freunde sagen: mach mal langsam, Du machst Dich kaputt? „Die anderen sind ja nur neidisch und gönnen mir meinen Erfolg nicht … ich schaff das schon!“ war meine Reaktion.

Schlechter Schlaf und nicht mehr abschalten können waren nur der Anfang … und irgendwann hatte ich das Gefühl, regelrecht neben mir zu stehen, nicht mehr ich selbst zu sein. Ich konnte mich selbst weder spüren noch war mir überhaupt irgendwie zu mute. Ein tiefes dunkles Loch. Ich funktionierte einfach. Veränderungen in der Abteilung trieben mich nur noch tiefer in das Schlamassel – wie gut, und heute verwunderlich für mich, dass kaum einer – gute Freunde ausgenommen – etwas davon mitbekam!

 

Hilfe!

Da ich zu tief drin steckte, um je alleine wieder da raus zu kommen, suchte ich mir Hilfe und ließ mich von einer Psychologin begleiten – raus aus dem Schlamassel, langsam zurück zu mir selbst. Ich zog die Reißleine, kündigte und ging für knappe drei Monate nach Asien. Geistiger und körperlicher Reset von 150 auf nahe 0 durch 10 Tage Schweigen in einem buddhistischen Kloster, in den Tag hinein leben und herausfinden, was ich denn nun eigentlich mit meinem Leben so anfangen will.

 

hp-Kloster

 

Nach einem kurzen Irrweg als selbständige PR- und Eventmanagerin kam ich sowohl mit meiner Psychologin als auch mit dem Coach, der mich nach meiner Rückkehr aus Asien begleitete, zu ein und demselben Ergebnis: ich möchte diese positive Erfahrung, die ich in und mit der Begeleitung durch die beiden gemacht habe gerne weiter geben. Ich möchte selbst andere Menschen auf einem Stück ihres Weges begleiten.

 

Und das tue ich seit 2005 mit Freude, Verständnis und Verstehen sowie der entsprechenden Kompetenz.